[Rezension] These Broken Stars




Buchtitel: These Broken Stars: Lilac und Tarver
Autor: Amie Kaufman und Meagan Spooner
Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 496
Sprache: Deutsch






Klappentext


Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...


Meine Meinung


Das Cover ist für mich ein echter Blickfang. Die beiden Gesichtshälften wirken mit den leuchtenden Sternen einfach nur wunderschön und gleichzeitig könnte man meinen, das All spiegelt sich auf ihren Gesichtern. Auch die Schrift passt sehr gut zum Rest des Covers. 

Zum Inhalt: Wir begleiten abwechselnd die beiden Protagonisten Lilac und Tarver. Lilacs Vater gehört der größte Konzern des Universums, was Lilac zum reichsten und mächtigsten Mädchen der Galaxie macht. Tarver hingegen stammt aus einer einfachen Familie und hat sich von dieser Grundlage zu einem gefeierten Kriegsheld hochgearbeitet. Beide befinden sich zum Start der Geschichte auf dem Hyperspaceschiff Icarus, welches sich gerade mit einer Vielzahl an Passagieren auf einer Reise durch den Weltraum befindet. Doch dann bringt ein ungewöhnliches Ereignis die Icarus aus der Bahn und sie droht abzustürzen. In Folge der Massenpanik, die daraufhin ausbricht, landen Lilac und Tarver am Ende gemeinsam in einer Rettungskapsel. Sie schaffen es, sich vom Schiff zu lösen, werden ins All hinausgeschleudert und landen letztendlich auf einem fremden Planeten. Dort müssen sie nun gemeinsam ums Überleben kämpfen, was sich als schwieriger herausstellt als gedacht.

Der Weltenaufbau hat mich hier sehr fasziniert, da ich noch nicht viele Science-Fiction Geschichten gelesen habe, die richtig im Weltall spielen. Die Vorstellung, dass die Menschen hier im All zu Hause sind und die verschiedensten Planeten bewohnen und zwischen ihnen hin und her reisen, konnte mich voll in den Bann ziehen. Die Menschen haben die Möglichkeit mit Luxusschiffen, die mit Hyperspacegeschwindigkeit unterwegs sind, große Distanzen in kurzer Zeit zurückzulegen.

Auch die Handlung fand ich recht spannend. Der Leser konnte im Verlauf der Geschichte die Protagonisten immer besser kennen lernen und auch ihre Entwicklung mitverfolgen. Die Charaktere wurden hier wirklich auf eine harte Probe gestellt, denn um auf dem fremden Planeten überleben zu können, mussten sie ihre Gewohnheiten ablegen, versuchen zusammenzuarbeiten und über sich selbst hinauswachsen. Besonders das Zusammenarbeiten stellte sich als recht große Schwierigkeit heraus, da Tarver und Lilac auf den ersten Blick doch sehr verschieden sind. Dadurch entstanden zwischen den beiden oft sehr unterhaltsame Gespräche und heftige Diskussionen, die den Leser auf Trapp gehalten haben. Die Erkundung des fremden Planeten war sehr interessant, da auch die Protagonisten so gut wie nichts über diesen ungewöhnlichen Planeten wissen und der Leser so gemeinsam mit ihnen auf einige verborgene Geheimnisse stößt. 
Dennoch muss ich nach all dem Positivem auch etwas Negatives nennen. Denn leider hatte das Buch für mich im mittleren Teil auch ein paar Längen. Denn auf ihrer Reise über den Planeten gab es manchmal einfach Stellen bei denen nicht viel passiert ist, was vermutlich vor allem daran lag, dass Lilac und Tarver die einzigen Menschen dort waren und deshalb alle Handlung an ihnen hängenblieb. Der Focus lag bei dieser Geschichte vor allem auf der Beziehung zwischen den Protagonisten. Während die Handlung eher in den Hintergrund rückte, wurde mehr Wert auf das Zwischenmenschliche gelegt.  

Doch insgesamt hat das der Geschichte keinen großen Abbruch getan, denn Lilac und Tarver sind beide sehr starke Charaktere, die allein durch ihre Persönlichkeit den Leser faszinieren und ihn somit an das Buch binden.


Fazit


"These Broken Stars" ist ein Buch, das vor allem durch das Zusammenspiel der Charaktere geprägt ist. Die Beziehung der Protagonisten steht hier stark im Vordergrund, während die Handlung eher eine zweitrangige Rolle einnimmt. Doch gerade die starken Protagonisten machen die Geschichte aus und ziehen den Leser in ihren Bann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne eine von Emotionen geprägte Science-Fiktion Geschichte lesen möchte.


Bewertung

Zitate:

"Ich hoffe, dass Sie eines Tages an etwas glauben müssen, für das Sie nicht den geringsten Beweis haben. Und ich hoffe, dass jemand, der Ihnen etwas bedeutet, Sie dafür auslachen wird."
- Lilac zu Tarver, Seite 237, These Broken Stars

"Du solltest sie küssen. Das macht bestimmt Spaß."
- Alec zu Tarver, Seite 289, These Broken Stars
 

Kommentare:

  1. Hey Victoria,
    das mit dem Mittelteil stimmt. Das hat sich wirklich gezogen. Fand ich allerdings auch nicht so schlimm, da die Gespräch zwischen den beiden und wie sich das entwickelt echt süß zu lesen waren. ;)

    Viele Grüße,
    Liss <3

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  2. Hallo Tina,
    es freut mich so, dass du mit dieser Geschichte ein paar schöne Lesestunden verbracht hast. Auch mir hat der erste Band dieser Saga richtig gut gefallen. Ich mochte das Zusammenspiel der Charaktere und auch den Weltenentwurf. Die überraschende Wendung hat mich bei diesem Buch doch stark geschockt (ich gehe mal besser nicht weiter drauf ein, um nicht zu spoilern. Ich denke aber, dass du weißt, was ich meine ;o)). Die Längen haben mich nicht so gestört. Irgendwie vergingen für mich die Seiten wie im Flug.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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