[Rezension] Endgame - Die Auserwählten




Buchtitel: Endgame - Die Auserwählten
Autor: James Frey
Verlag: Oetinger
Seitenanzahl: 592
Sprache: Deutsch






Klappentext


Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.


Meine Meinung


Dieses Buch habe ich mir auf der Leipziger Buchmesse 2015 gekauft und von da an lag es bis jetzt auf meinem SuB. Ich hatte mir immer mal wieder vorgenommen es zu lesen, doch dann ist es doch wieder in Vergessenheit geraten oder ich hatte keine Lust darauf. Jetzt im Nachhinein betrachtet war es vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich es nicht gleich gelesen habe. Vielleicht war ich einfach noch nicht bereit für dieses Buch. 

Inhalt: Nachdem Meteoriten den Beginn von Endgame angekündigt haben, machen sich zwölf Spieler bereit ihre Bestimmung zu erfüllen. Sie müssen als Vertreter ihres Geschlechts an dem Spiel teilnehmen, welches über das Schicksal von Allen entscheiden wird. Denn nur einer kann Endgame gewinnen und nur das Geschlecht des Siegers wird letztendlich das Ereignis überleben. Die Spieler setzten alle Mittel ein, um die Rätsel von Endgame zu lösen und als Sieger hervor zugehen. 
Doch wer wird es schaffen?

Meinung: Ich war anfangs etwas skeptisch, da der Inhalt mit "nur einer kann gewinnen" mich ein bisschen an "Die Tribute von Panem" erinnert hat, doch wie sich herausgestellt hat, ist das Buch doch völlig anders. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Nach den ersten paar Seiten war ich sofort in der Geschichte und durch die Spannung, die eigentlich immer präsent ist, konnte ich das Buch auch gar nicht mehr zur Seite legen. 

Besonders hat mir die Tatsache gefallen, dass man die Geschichte eigentlich aus der Sicht von allen (oder zumindest fast allen) Spielern erleben durfte. Denn die Perspektive hat immer mit den Kapiteln gewechselt, wobei dann bei der Kapitelüberschrift auch mit stand, bei welchem Spieler man ist und wo sich dieser befindet. Somit konnte man gar nicht den Überblick verlieren. Diese Variante fand ich sehr gelungen, da man so alle Spieler kennen gelernt hat und auch etwas von den Ereignissen mitbekam, die bei den anderen stattfanden, denn meistens waren die zwölf Spieler über die ganze Welt verteilt.
 Dadurch gab es eigentlich keinen richtigen Hauptprotagonisten, sondern der Leser konnte selbst entscheiden, welcher Spieler sein Favorit war. Zwar war es so, dass bestimmte Charaktere etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen haben, doch im Großen und Ganzen konnte man selbst wählen. Das fand ich wirklich sehr gut gemacht. So kam es dann allerdings dazu, dass ich zu mehreren Spielern Sympathie entwickelte und sie gern als Sieger gesehen hätte. Doch es kann ja leider nur einer gewinnen. Es passierte also auch öfter, dass meine Favoriten versucht haben sich gegenseitig umzubringen.

Ich möchte an dieser Stelle auch eigentlich gar nicht so genau auf die einzelnen Charaktere eingehen. Nur so viel: Jeder Charakter ist einzigartig und hat seine eigenen Stärken, Schwächen und Ticks, was die Geschichte umso interessanter macht. Besonders angetan hatte es mir vor allem Chiyoko, die stumme Japanerin. Neben Sarah und Jago gehörte sie auf jeden Fall zu meinen Favoriten bei Endgame.

Interessant waren auch die vielen Codes und Verschlüsselungen, die im Buch aufgetaucht sind. So mussten die Spieler zum Beispiel eine scheinbar zusammenhanglose Zahlenreihe dechiffrieren oder den versteckten Hinweis von einem Bild erkennen, um bei Endgame einen Schritt weiter zu kommen.

Das Buch würde ich jedoch trotzdem nicht jedem empfehlen. Es gibt sehr viele brutale und blutige Stellen. Das sehe ich auf keinen Fall als negativen Punkt an - im Gegenteil. Aber ich möchte damit sagen, dass Leute, die so etwas nicht mögen oder nicht vertragen, lieber die Finger von dem Buch lassen sollten.


Fazit


Das Abwarten hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn Endgame ist ein unglaublich spannendes Buch. Die nervenaufreibende Handlung, die blutigen Kämpfe, das Hin und Her zwischen den Charakteren und die vielen versteckten Codes und Rätsel machen das Buch zu einem der Besten, die ich bisher gelesen habe. Ich kann es gar nicht mehr erwarten endlich Band 2 zu lesen.


Bewertung




Kommentare:

  1. Das Buch habe ich auch schon sooo lange auf meinem SuB und ich weiß gar nicht warum, hab gar keine Lust auf dieses Buch :(
    Aber deine Rezension motiviert mich ein wenig, vermutlich sollte ich aufhören, das so stark mit Panem in Verbindung zu setzen :)

    Liebst, Lara.

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    1. Hey,
      ich dachte auch erst, dass es so ähnlich wie Panem wird. Aber jetzt im Nachhinein finde ich das gar nicht mehr. Das Buch hat seinen ganz eigenen Charakter und wenn du erst mal in der Geschichte bist, denkst du eigentlich gar nicht mehr an Panem.
      Ich kann dir wirklich dazu raten, es bald zu lesen :)

      Liebe Grüße
      Victoria

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