[Rezension] Mederia - Aufziehende Dunkelheit




Buchtitel: Mederia - Aufziehende Dunkelheit
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 480
Sprache: Deutsch






Klappentext


Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem allesverzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.


Meine Meinung


Nachdem ich nun schon einige Bücher von Sabine Schulter gelesen habe, durfte auch ihr neustes Werk bei mir einziehen. "Mederia" konnte mich, genauso wie ihre anderen Bücher, von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. 

Das Cover finde ich wirklich sehr schön und durch die Harmonie aus Farben, Bild und Schrift wird es zu einem echten Blickfang. Das Mädchen entspricht unserer Protagonistin Lana und auch die Farben sind sehr passend gewählt, da sie einen Sonnenuntergang symbolisieren und sich somit ein Bezug zum Titel herstellen lässt. Besonders schön finde ich auch das verschnörkelte M mit der kleinen 1 darüber.

Inhalt: Nach dem Krieg vor dreihundert Jahren herrschte lange Zeit wieder Ruhe in Mederia. Doch nun beginnen sich die Schatten im Süden des Landes erneut zu erheben. Das Volk der Dämonen ist ihnen bereits zum Opfer gefallen und nun drohen die Schatten und andere dunkle Kreaturen auch den Rest des Landes zu bezwingen. 
Lana ist eine einfache Bardin, welche in einem kleinen Ort Nord-Mederias lebt. Zumindest glaubt sie, dass sie ganz normal ist, bis zu dem Tag an dem auch ihr Volk von den Schattenkreaturen angegriffen wird und sie durch Zufall von Gray, dem Dämonenprinzen gerettet wird. Mit diesem Ereignis beginnt für Lana und Gray eine abenteuerliche Reise, bei der Lana nicht nur ihr wahres Potenzial erkennt, sondern die auch eine entscheidende Rolle für das Schicksal Mederias spielt.

Die Geschichte beginnt mit einer Rückblende, bei der man den jungen Dämonenprinzen Gray begleitet und mit ihm zusammen den Augenblick erlebt, in dem er Visionen von der Person erhält, die sein Leben am meisten verändern wird. Nach dieser Beschreibung wechselt die Handlung wieder in die Gegenwart und Lana übernimmt als Protagonistin das Ruder. 
Der Einstieg in die Geschichte ist mir wieder sehr gut gelungen und ich war schon nach wenigen Seiten von der Geschichte gefesselt. Sabines Schreibstil hat sich im Vergleich zu ihren vorherigen Büchern noch einmal verbessert, sodass sich dieses Buch sogar noch flüssiger lesen lässt. Die interessante und schön ausgearbeitete Welt von Mederia mit ihren verschiedenen Völkern, wie den Dämonen, den Ignis und den Elben, zieht den Leser in den Bann. Man wird so sehr in diese Welt hineingezogen, dass man selbst mit den Völkern Mederias trauert, bangt und hofft. Um Mederia noch besser erkunden zu können und während der Reise nicht den Überblick zu verlieren, gibt es ganz vorne im Buch auch eine schöne Karte zur Orientierung.
Auch die Handlung konnte mich wieder restlos begeistern. Der Geschichte fehlte es an keiner Stelle an Spannung und der Leser wurde immer auf Trab gehalten. Langeweile ist hier wirklich ausgeschlossen! Trotzdem gab es natürlich auch etwas ruhigere Kapitel als Ausgleich, sodass insgesamt ein schöner Spannungsbogen entsteht. Diese enspannteren Stellen konnten mich vor allem durch ihre bildhaften Beschreibungen faszinieren, da sie bei mir immer wunderschöne Bilder im Kopf entstehen ließen. 

Auch bei den Charakteren hat man gemerkt, wie viel Liebe und Herzensblut die Autorin in dieses Buch gesteckt hat. Somit begeistern nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere mit ihren ganz speziellen Eigenschaften und Macken machten die Geschichte lebendig. Der Leser begleitet die Charaktere auf ihrer Reise und sieht dabei zu, wie sie nach und nach über sich selbst hinauswachsen. 

Lana ist eine Bardin, welche dem Volk der Ignis angehört. Die natürliche Begabung zur Anwendung von Magie lag in ihrer Familie, nur bei ihr zeigte sich bis jetzt nichts davon. Als sie während des Angriffs von Gray gerettet wird, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben ab jetzt für immer verändern wird. Sie begibt sich mit ihm auf eine Reise, die ihr einiges über sich selbst offenbart, Lana aber auch oftmals bis an ihre Grenzen treibt. Doch mit Grays Unterstützung gelingt es Lana immer besser ihre Selbstzweifel zu besiegen.

Gray ist der Prinz der Dämonen. Als er Lana rettet, erkennt er in ihr sofort die Person aus seinen Visionen und weiß, dass sie eine entscheidende Rolle für die Zukunft Mederias spielen wird. Aus diesem Grund entschließt er sich Lana auf ihrer Reise zu begleiten, anstatt bei seinem Volk zu bleiben. Gray ist, entgegen den üblichen Launen seines Volkes, sehr ausgeglichen und versucht immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Dadurch übernimmt er oft die Rolle von Lanas ruhigem Anker.


Fazit


Mit "Mederia" erschafft Sabine Schulter eine faszinierende Welt mit vielen verschiedenen Kreaturen und Völkern. Der Leser wird von der Handlung bereits zu Beginn mitgerissen und kann sich nur schwer losreißen. Dieser Band bildet einen fantastischen Auftakt zu dem spannenden Kampf um die Zukunft Mederias. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen.


Bewertung


Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar.





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