[Rezension] Holes




Buchtitel: Holes
Autor: Louis Sachar
Verlag: Cornelsen
Seitenanzahl: 184
Sprache: Englisch






Klappentext


Stanley Yelnats has been sent to Camp Green Lake for a crime he did not commit. The camp is situated in a hot, dry landscape where youngsters are forced to dig holes in the desert to improve their character. Slowly, however, Stanley realizes that there is another reason why they are forced to dig holes, and soon he has to fight for his friends and against the authority of the camp.


Meine Meinung


Wir mussten dieses Buch im Unterricht lesen und trotz dieser Umstände muss ich zugeben, dass mir das Buch eigentlich gar nicht so schlecht gefallen hat, obwohl ich nie von mir aus zu dem Buch gegriffen hätte.
Das Cover dieser Ausgabe finde ich sehr passend, obwohl es wirklich sehr schlicht gehalten ist. Aber gerade das passt, meiner Meinung nach, sehr gut zum Buch. Der Junge, der mit einer Schaufel in einem Loch steht, fällt nicht direkt ins Auge. Das Cover ist demzufolge eher zurückhaltend, was nicht unbedingt schlecht ist.

Stanley wurde nach Camp Green Lake geschickt, nachdem er beschuldigt wurde die Schuhe eines berühmten Sportlers gestohlen zu haben. Green Lake ist jedoch kein normales Camp und obwohl der Name es vermuten lässt, gibt es dort keinen See. Dieser ist schon vor Jahren ausgetrocknet, warum das so ist, erfährt der Leser im Verlauf der Geschichte. Im Camp müssen die Jugendlichen (nur Jungs) Löcher graben um "ihren Charakter zu verbessern". Es wir jedoch bald klar, dass es einen ganz anderen Grund gibt. Zuerst habe ich gedacht, dass die Geschichte sicher ziemlich langweilig wird, doch besonders der erste Teil konnte mich überzeugen. Das lag vor allem auch an den interessanten Rückblenden. Man hat neben Stanleys Geschichte nämlich auch die von Stanleys Ur-Urgroßvater und die einer gewissen Kate Barlow kennengelernt. Später merkte man dann, dass diese drei Zeitetappen untrennbar miteinander verknüpft sind. Der erste Teil und auch der Schluss haben mir sehr gut gefallen, doch leider gab es im zweiten Teil einige Stellen, die sich ziemlich in die Länge gezogen haben. Hier war ich manchmal der Meinung, dass man die Handlung von sechs Kapiteln auch in drei unterbringen könnte. Dadurch hat man dann ein bisschen die Lust am Lesen verloren.

Auch mit Stanley als Protagonist bin ich nicht ganz so gut klar gekommen. Er war mir einfach irgendwie zu langweilig. Man hatte gar nicht wirklich das Gefühl, dass es eine Geschichte über ihn ist. Dafür konnte mich Zero gleich von der ersten Sekunde an für sich gewinnen. Zu Beginn wirkte er sehr mysteriös, da er nie etwas gesagt hat. Alle anderen Charaktere haben sich über ihn lustig gemacht und gedacht er sei dumm und könnte nichts anderes als Löcher graben (deshalb auch der Spitzname "Zero"). Als sich Stanley und Zero dann etwas nähergekommen sind, hat man aber einen ganz anderen Zero kennengelernt, den er die ganze Zeit versteckt hatte.


Fazit


Insgesamt kann ich das Buch denen, die die Geschichte interessiert, nur empfehlen. Der erste Teil war, gegen meinen Erwartungen, richtig gut, nur im zweiten Teil hat sich die Handlung etwas zu sehr in die Länge gezogen. Der Protagonist reißt einen zwar nicht wirklich vom Hocker, doch dafür gibt es einen sehr interessanten Nebencharakter.


Bewertung


Zitate:

"If you take a bad boy and make him dig a hole every day in the hot sun, it will turn him into a good boy."
- Holes, Seite 9

"He didn't care what Zero thought. Zero was nobody."
-  Stanleys Gedanken, Holes, Seite 69

"He's not going to die - unfortunately for you."
- the Warden to Stanley, Holes, Seite 76

"I'm not stupid. I know everybody thinks I am. I just don't like answering their questions."
- Zero to Stanley, Holes, Seite 82


 
 


Kommentare:

  1. Huhu Tina,
    eigentlich habe ich jetzt beim Betrachten des Bildes gleich an ein sehr spannendes Buch gedacht. Was wird der Junge wohl beim Graben finden?
    Eine Handlung, die sich zieht, kann die Geschichte verderben. Wenn der Protagonist dann auch nicht zu überzeugen wusste, ist das auch weniger schön.
    Ich muss aber sagen, dass mich die Frage, was die Jungs finden werden und warum sie in Wahrheit graben irgendwie schon wieder so sehr beschäftigt, dass ich immer noch sehr neugierig auf die Geschichte bin ... :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja

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    1. Hey Tanya,

      ich fand das Buch zwar besser als gedacht, aber auch nicht so sonderlich spannend. Das lag zum einen daran, dass ich ein solches Buch nicht freiwillig gelesen hätte und die Charaktere mir persönlich etwas zu jung waren und zum anderen eben an der sich ziehenden Handlung gerade in den zweiten Hälfte.
      Deine Frage hat mich eher weniger gereizt, da ich mir die Antwort fast schon denken konnte. Die Situation drumherum fand ich hingegen viel interessanter. Besonders diese Verflechtungen der verschiedenen Zeitebenen.
      Vielleicht kennst du den Film "Das Geheimnis von Green Lake"? Das ist nämlich der Film zu diesem Buch.

      Liebe Grüße
      Tina

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