[Rezension] Die Legende von Oasis





Buchtitel: Die Legende von Oasis
Autor: Janine Tollot
Verlag: BoD
Seitenanzahl: 280
Sprache: Deutsch
Interesse?





Klappentext


Brielle ist ein rebellisches Mädchen, das ihr Leben auf einem Segelschiff verbringt und täglich auf der Suche nach Abenteuern ist. Seit Kindertagen träumt sie davon, so wie die Orkusianer, eine Fischflosse zu haben und durch die Meere von Oasis zu schwimmen. Eines Tages macht sie unter Deck eine grausige Entdeckung: ein Gefangener, von dem niemand sonst auf dem Schiff zu wissen scheint. Dieser behauptet, der vergessene Gott Isea und König der Orkusianer zu sein. Brielles Mutter, so behauptet er, die selbst eine Göttin sei, habe ihn gefangen genommen, um sich an ihm zu rächen. Brielle ist misstrauisch, aber könnte Isea ihre Chance sein, um endlich eine Orkusianerin zu werden – ihre Chance auf Freiheit?
Doch sie hat keine Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken, denn sie wird vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Die zornige Göttin Este rüstet zum Krieg, um die sechs Unterwasserreiche von Oasis zu zerstören. Und Brielle findet sich plötzlich inmitten eines schrecklichen Feldzugs wieder – angefacht von ihrer eigenen Mutter.


Meine Meinung


Cover: Die Farben des Covers haben mich sofort in den Bann gezogen. Das Gelb am Horizont und das Blau der Unterwasserwelt stechen sofort hervor und harmonieren perfekt zusammen. Das Cover passt super zur Geschichte, denn schon hier kann man eine Teilung der beiden Welten erkennen. Auch die Schrift passt sehr gut zum Rest des Covers.

Inhalt: Vor langer Zeit haben die beiden Göttergeschwister Este und Isea die Welt von Oasis erschaffen. Doch als der Neid Isea packte, zerstörte dieser Estes Welt und mit ihr die Menschen. Este ist seitdem voller Wut und darauf aus sich an ihrem Bruder und dessen Welt zu rächen. Sie nahm ihn gefangen und droht nun die Unterwasserwelt und die darin lebenden Orkusianer zu vernichten. Brielle, die eines Tages den gefangenen Isea findet, erfährt daraufhin die erschreckende Wahrheit über ihre Mutter. Isea bietet Brielle an ihren Kindheitstraum, eine Orkusianerin zu werden, zu erfüllen, wenn diese ihm hilft zu entkommen. Als die Ereignisse sich überschlagen, bleibt Brielle nichts weiter übrig als sich den auf sie wartenden Gefahren zu stellen und eine abenteuerliche Reise in die Unterwasserwelt zu beginnen.
Dieses Buch ist das erste Fantasybuch mit dem Thema Unterwasserwelt und Meerjungfrauen (in dem Fall Orkusianer), das ich bis jetzt gelesen habe. Ich bin mit nicht allzu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen und ich muss sagen, dass ich wirklich unglaublich überrascht wurde. Und das meine ich im positiven Sinne. Es wurde so viel Liebe und Aufwand in die Erschaffung dieser tollen Welt gesteckt. Die Geschichte ist wirklich spannend und lässt den Leser nicht mehr los. Besonders das Ende konnte mich noch einmal richtig begeistern. Ich würde es sogar als stärksten Teil des Buches betrachten. Ich hatte nicht erwartet, dass der Schluss so tiefgründig und unglaublich wird.

Schreibstil: Der Schreibstil von Janine Tollot ist mit keinem anderen Schreibstil der Autoren, von denen ich bisher etwas gelesen habe, zu vergleichen. Er ist nicht ganz einfach, denn die Autorin schreibt sehr tiefgründig und verwendet viele Fachbegriffe. Aber gerade das macht den Stil und das Buch so besonders. Mit der Fachsprache und den Erklärungen zu den Phänomenen der Unterwasserwelt wirkt das Buch sogar recht wissenschaftlich. Der Leser wird in diese ihm fremde Welt entführt, lernt viel neues und kann gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Charaktere: Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig und beweisen, dass die Autorin viel Liebe und Herzensblut in ihr Buch gesteckt hat. Brielle als Protagonistin ist ein wirklich liebenswerter Mensch, der stets in allen versucht das Beste zu sehen und deren Traum es ist, die Welt unter Wasser zu entdecken. Während ihrer Reise entwickelt sie sich immer weiter und lernt nicht nur die guten sondern auch die schlechten Seiten des Lebens als Orkusianer kennen. Auch die beiden Göttergeschwister waren sehr interessant. Sie haben beide ihre schlechten Seiten und haben bei einigen Dingen in ihrem Leben die falschen Entscheidungen getroffen. Trotzdem lieben sie ihre Erschaffung und wollen, dass es ihren Völkern gut geht. Jeder Charakter der Geschichte hat seine ganz eigene Persönlichkeit, welche man Stück für Stück beim Lesen kennenlernen kann.


Fazit


"Die Legende von Oasis" hat mich wirklich auf ganzer Linie überrascht. Die Autorin hat mit diesem Buch eine wunderbare und unglaublich schöne Welt erschaffen, die darauf wartet von vielen Lesern entdeckt zu werden. Die Fachbegriffe und Erklärungen geben dem Buch etwas Wissenschaftliches, was das Lesen noch einmal interessanter macht. Ich kann das Buch jedem nur wärmstes ans Herz legen.


Bewertung






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen